Umgang mit der Diagnose

«Habe ich eine Essstörung?»

 

Diese Homepage ist für Jugendliche geschrieben:

„Hat mein Kind eine Essstörung?“

Und da wir auch immer im englischen Sprachraum recherchieren, möchten wir Ihnen gerne an dieser Stelle die Homepage von Eva Musby, «Anorexiafamily» vorstellen und sie Ihnen sehr ans Herz legen:

 

Eva Musby ist eine Mutter, deren Tochter mit 10 Jahren an einer Essstörung erkrankte und die heute als Coach für betroffene Eltern arbeitet. Sie informiert auf ihrer sehr professionellen Homepage über Essstörungen und Therapie (FBT). Neben einem Buch hat sie für Eltern tolle Informationskarten und Videos verfasst, die man z. T. auch in Deutsch auf Ihrer Homepage findet und direkt herunterladen kann.

Die Übersicht über die bisher im Diagnose-Manual (DSM 5) aufgenommenen Essstörungen werden von Eva Musby alltagsnah beschrieben und sind mit etwas Schulenglisch gut verständlich.

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This has to stop. it happens in every country across the globe and it is threatening the lives of our children.

Judy Krasna, F.E.A.S.T., 23. Februar 2021

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“Gefangen im Kaninchenloch”

Umgang mit der Diagnose

Viele dringende Fragen von Eltern werden im Familien-Handbuch vom «Umgang mit der Diagnose», beantwortet, das aus der Zusammenarbeit von führenden Forschern und F.E.A.S.T. entstanden ist und von von Eltern (Volunteers of F.E.A.S.T.) ins Deutsche übersetzt wurden.

«Wir hatten immer eine liebevolle und stabile Beziehung in unserer Familie – wie konnte das passieren?»

Eine F.E.A.S.T. Hilfeanleitung für Familien. Für den Umgang mit der Diagnose Essstörungen eines Familienmitglieds.

“Inside an Anorexic Mind”

Was geht in meinem Kind vor, wenn es an Anorexie Erkrankt?

Sensibilisierung bei Essstörungen. Fangen Sie bei Ihrem Arzt an!

Eine tolle Auflistung an wichtigen Info-Materialen, die Sie vielleicht mit Ihrem Behandlungs-Team teilen möchten, die für Angehörige und selbst Betroffene ebenso unbedingt lesenswert sind, finden Sie unter:

https://www.feast-ed.org/resources-for-caregivers-and-the-professionals-on-your-team/

Nehmen Sie sich Zeit und scheuen Sie sich nicht davor, eine englisch-sprachige Seite zu öffnen…

Und warum wir aus eigener Erfahrung betonen möchten, wie wichtig es ist, dass Fachpersonen auf Essstörungen spezialisiert und sensibilisiert sind, ist in diesem gerade erst kürzlich veröffentlichten Blog-Beitrag beschrieben und steht beispielhaft für das, was weltweit leider noch sehr häufig passiert:

E.A.T. - Team

«Unterdiagnostiziert, unterbehandelt und missverstanden» – Essstörungen bei Jungen und Männer

Obwohl noch häufig von dem Stereotyp ausgegangen wird, dass Essstörungen nur bei Frauen vorkommen, ist laut der amerikanischen Organisation NEDA (The National Eating Disorders Association), jeder 3. Betroffene männlich.

Zudem kommen subklinische, essstörungsrelevante Verhaltensweisen wie Binge-Eating, Purging, der Gebrauch von Abführmittel (Laxantien) und Hungern, um Gewicht zu verlieren bei Männern gleich häufig vor wie bei Frauen.

Jungs und Männer leiden unter einem doppelten Stigma, denn zum einen gilt ihre Erkrankung als «typisch weiblich» und zum anderen ist es «unmännlich» sich überhaupt psychologische Hilfe zu suchen!

Und wenn sie denn ihre Scham- und Schuldgefühle überwinden und Hilfe suchen, wird viel zu häufig eine Essstörung als Ursache ihres Leidens nicht erkannt oder gar vermutet aufgrund von persistierenden Mythen und falschen Annahmen bezüglich Essstörungen!

«Unterdiagnostiziert, unterbehandelt und missverstanden»

…. so beschreibt es auch die Landesfachstelle Essstörungen, NRW mit Sitz in Köln die Problematik der Essstörungen bei Jungen und Männern und verfasste 2019 ein Themenheft, um auf diese Problematik aufmerksam zu machen.

Geschrieben für Fachleute, um sie zu sensibilisieren, Wissen zu vermitteln und Hilfestellung im Umgang mit Betroffenen zu geben. Aber wir halten es unbedingt auch für nicht Fachleute für lesenswert, denn…

«Es kann nicht oft genug betont werden, wie wichtig es ist, die Betroffenen sowohl in den Schilderungen ihrer Symptome als auch in ihren Ängsten und Zweifeln ernst zu nehmen!»

«Jungen und Männer können alle Arten von Essstörungen entwickeln, sie können hungern und lebensbedrohlich dünn werden. Sie können Essanfälle haben und die aufgenommene Nahrung wieder erbrechen, sie können übermässig viel essen, sie können einen starken Bewegungsdrang verspüren, sie können sich übermässige Sorgen um ihr Gewicht machen, Kalorien zählen, ihren Körper ängstlich beobachten oder ihn durch zwanghaftes Sporttreiben zu optimieren versuchen»

Quellen:

Themenheft
Essstörungen bei Jungen und Männern

 

Landesfachstelle Essstörungen NRW
Artikel
The Voice of Males with Eating Disorders

Roberto Olivardia, Vertias Collaborative